Aufführungen: Donnerstag 4. bis Sonntag 7. Dezember
Eintrittspreise: Pay what you want
Beginn: siehe unten
Reservation: anmeldung@maison-du-futur.ch.
Türöffnung und Bar: eine Stunde vor Beginn
Weitere Informationen: www.maison-du-futur.ch

Maison du futur „Hannah Arendt Tage“
Zum 50. Todestag von Hannah Arendt (1906–1975)
4. – 7. Dezember, Theater Stok und auf dem Zürichsee
Zum 50. Todestag von Hannah Arendt findet in Zürich eine viertägige Veranstaltungsreihe statt, die sich der bedeutenden politischen Denkerin des 20. Jahrhunderts widmet. Arendts Analysen zu Verantwortung, Totalitarismus, Gewalt, Freiheit und zur „Banalität des Bösen“ prägen bis heute wissenschaftliche, politische und kulturelle Debatten – und werden zugleich häufig missverstanden oder vereinfacht.
Die Reihe spürt diesen Spannungen nach: zwischen Ethik und Macht, Denken und Handeln, Sprache und Verantwortung. Sie verbindet Lesung, Performance, Diskurs, Literaturfahrt, öffentliche Labore und eine Familienveranstaltung.
Donnerstag, 4. Dezember (50. Todestag) 20.00 Uhr
Premiere der szenischen Lesung „Über das Böse”
Mit Hagar Schipper-Admoni (Schauspiel) und Avital Cohen (Flöte)
Regie: Sama Schwarz
Im Anschluss: Gespräch mit Michael Pfister über den Text und Hannah Arendt
Kurzinfo Michael Pfister:
Michael Pfister ist Kulturwissenschaftler, Filmkritiker und Essayist. Er schreibt u. a. für Filmbulletin und befasst sich mit Fragen politischer Verantwortung, Gewalt, Erinnerungskultur und filmischer Darstellungsmacht. Seine Texte verbinden ästhetische Analyse mit gesellschaftlicher Kritik, oft mit Bezug zu Totalitarismus- und Ideologieforschung. Er lehrt und publiziert im Umfeld von Filmtheorie, Medienphilosophie und Zeitanalyse.
Freitag, 5. Dezember
19.00 Uhr – Bildlabor mit Johannes Lortz
Offenes Bildlabor zu Arendt-Bildtableaus. Mitmachen erwünscht.
Johannes Lortz arbeitet mit einer eigenen Russtechnik – einer poetischen, partizipativen Methode, bei der Bild, Bewegung und Zufall ineinandergreifen.
20.00 Uhr – Öffentliches Labor „Über das Böse“
Weiterarbeit an der szenischen Lesung mit Hagar Schipper-Admoni, Avital Cohen und Sama Schwarz.
Fokus: bildgestaltende Verfahren und performative Untersuchung des Denkens.
Samstag, 6. Dezember 13.00 – 17.50 Uhr
Literarische Reise auf dem Zürichsee mit Hildegard E. Keller
Abfahrt: 13.20 Uhr ab Bürkliplatz (Besammlung 13.00 Uhr).
Moderation: Raphael Urweider
Lesung, Gespräch und Erinnerungsfahrt zu Arendt und Kellers Werken.
Im Zentrum stehen:
– Hannah Arendts Lebenswege und derRoman “Was wir scheinen” von Hildegard Keller
– Kellers Kinderbuch & Arendts Kindheitsbilder, – Die weisen Tiere (neues Buch, poetisch-philosophische Tierfiguren, Weltethik & Verantwortung)
19:00 Theater Stok
Judenhass im Kunstbetrieb (Teil 2)
im Gedenken an Hannah Arendt
Mit: Bettina Spoerri, Matthias Naumann, Rüdiger Suchsland
Fortsetzung der Veranstaltung vom 31. August (Theater & Tanz) – diesmal Fokus: Literatur- und Filmszene
Fragen:
– Wie reproduzieren künstlerische Institutionen antisemitische Narrative?
– Wie verändern Exil, Migration und globale Medienlandschaften die Sicht auf Judentum und Israel?
– Was bedeutet Verantwortung im kulturellen Feld heute?
Sonntag, 7. Dezember 07.00 Uhr
Hannah Arendt Walk, parallel in Zürich und Jerusalem, Start: Theater Stok
Mit Regula Stämpfli
Im Fokus:
– Tom Segevs Vortrag zu Hannah Arendt: https://youtu.be/1XTgDKp-deA?si=33wUb0F5Rlq71juJ
– Fragen von Ort, Exil, Erinnerung und Zeitgleichheit von Erfahrung
16:00 Theater Stok
Familiennachmittag von und mit Hildegard Keller
Lesung & Gespräch zu ihrem Kinderbuch über Hannah Arendt
Für Kinder ab 6 Jahren, offen auch für Erwachsene.
20:00, Theater Stok
Über das Böse (Teil 2)
Mit: Philipp Bessermann, Francesco Papagni, Avital Cohen, Hagar Schipper-Admoni und Sama Schwarz
Ein vertiefenden Abend zum obengenannten Thema mit Lesung aus dem Werk von Hannah Arendt.
Zusätzlich nimmt der Theologe und Autor Francesco Papagni mit GRA-Geschäftsleiter Philip Bessermann Arendts Denken als Grundlage für eine Diskussion über gegenwärtige Gesellschaft und Politik.
Zur atmosphärischen Kontextualisierung hören wir einen kurzen Ausschnitt aus «Über das Böse», performt von Hagar Schipper-Admoni und Avital Cohen.










